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Wir
über uns
bilden eine faszinierende, aber
auch sehr gefährdete
Pflanzenfamilie mit weltweit etwa 30.000 verschiedenen Arten. Davon
kommen in Thüringen zwar nur 51 Arten vor, trotzdem sind
fünf
von ihnen inzwischen verschollen bzw. ausgestorben. Um diesen
Rückgang aufzuhalten, werden die Mitglieder des Arbeitskreises
Heimische Orchideen (AHO) Thüringen zu aktivem Naturschutz
im weitesten Sinne
geführt, weil die Erhaltung der
Orchideenarten nicht allein durch einzelne, von einander isolierte
Maßnahmen möglich ist, sondern nur durch insgesamt
pfleglichen und vernünftigen Umgang mit Natur und Umwelt. Das
schließt eine Nutzung der Orchideenbiotope durch den
Menschen
nicht etwa aus, sondern setzt ihn in der Regel sogar voraus. Die
Aufgaben
des AHO Thüringen
bestehen deshalb unter anderem
- in der Feststellung und
laufenden Kontrollen aller
Orchideenvorkommen in Thüringen,
- in der Organisation von
Pflegemaßnahmen in
Orchideenbiotopen wie Mahd, Entbuschung, Schafthut etc.,
- in der Beratung und
Zusammenarbeit mit den
Naturschutzbehörden,
- im Organisieren und
Durchführen von Vorträgen,
Exkursionen, Seminaren und Ausstellungen zur Information und
Fortbildung der Mitglieder und der Öffentlichkeit,
- in der Durchführung
wissenschaftlicher Untersuchungen
über heimische Orchideen und ihrer Lebensräume,
- in der
Veröffentlichung von Beobachtungs-, Kartierungs- und
Forschungsergebnissen,
- im Ankauf bzw. Pacht von
Grundstücken mit bemerkenswerten
Orchideenvorkommen, um sie vor der Vernichtung durch ungeeignete
Nutzungsarten zu bewahren.
Besonders wichtig war in diesem
Zusammenhang für den AHO
Thüringen seine
Anerkennung
als Träger öffentlicher Belange
nach § 29 des
Bundesnaturschutzgesetzes. Die dadurch
gegebenen
Möglichkeit, bereits im Planungstadium von Eingriffen in den
Naturhaushalt mitzuwirken und ggf. Bedenken geltend zu machen, kommt
vor allem der Erhaltung der selten gewordenen Orchideenbiotope zugute.
Zu ihnen zählen u. a. Trocken- und Halbtrockenrasen,
Bergwiesen, Feuchtwiesen, Moore und Sümpfe, lichte und
trockene
Wälder, warme und steinige Hänge,
Waldränder,
trockenwarme Gebüsche und Staudenfluren.
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©
im Auftrag des AHO Thüringen: Thomas
Scherrans / Bernd Hofmann 2005